Zimmerpflanzen für Kinder

Kinder mögen Geschichten. Darum erzählen wir zu jeder Kinderzimmerpflanze eine Geschichte. So lässt sich besonders einfach Interesse und Verständnis für Pflanzen wecken. Und dann gelingt es auch mit der passenden und selbstständigen Pflege.


Zäh wie Dinohaut

HAWORTHIA

Diese Pflanze kann so manche Herausforderung zwischen Haustieren, «rowdy playtime» und andere «Unfälle» aushalten.

Pflegetipps: Lockere Kakteenerde hilft, dass die Wurzeln möglichst gut trocknen können. Die Pflanze ist so sparsam in ihrem Wasserverbrauch, dass sie vier bis sechs Wochen ohne Wasser übersteht.

Interessant: Haworthia ist so robust, weil sie so dicke Blätter wie eine Dinosaurierhaut besitzt und ihre Wurzeln ebenso stark sind.


Botanische Lektion

CRASSULA

Eine besonders pflegeleichte Pflanze, die Kindern das Wachstum erleben lässt.

Pflegetipps: Für eine Crassula ist nur der hellste Standort gut genug. In den dickfleischigen Blättern speichert sie Wasser. Darum müssen ihre Wurzeln immer wieder Trockenphasen haben, damit sie aus den Reserven der Blätter zehren. Erst wenn die Erde einige Tage komplett trocken stand, erhält die Pflanze wieder Wasser.

Interessant: Das coolste an der Crassula: Aus jedem einzelnen Blatt lässt sich ganz einfach eine neue Pflanze ziehen. Einfach ein Blatt abschneiden und mit der Schnittfläche in ein Schälchen Wasser stellen. Ziemlich rasch bilden sich Wurzeln. Sobald diese etwas kräftiger sind, werden die Blattstecklinge in ein Töpfchen gepflanzt.


Erste Hilfe

ALOE

Verletzungen gehören zum Kindsein. Der Saft der Aloe hilft bei vielen kleinen Schrammen und sorgt für rasche Heilung.

Pflegetipps: Auch Aloe gedeiht auf trockenem Fusse. Es sollten quasi Bedingungen wie in der Wüste simuliert werden: Ganz lange kein Regen und dann plötzlich ganz kurz und heftig eine Sintflut.

Interessant: Aus dem Wasserspeichergewebe der Blätter quillt ein Gel mit entzündungshemmenden, wundheilenden und immunstärkenden Eigenschaften. Finger verbrannt oder durch eine kleine Schnittwunde lädiert? Einfach ein Aloe-Blatt abschneiden und das Gel auf die Wunde streichen.


Stachellose Kakteen

LITHOPS

Ideal für alle Fans des Disney-Films «Frozen»: Lithops erinnern an die Steingeister.

Pflegetipps: Ein Sonnenplatz und sechs Wassergaben pro Jahr; so pflegeleicht sind Lithops.

Interessant: «Lebende Steine» nennt man Lithops umgangssprachlich: Sie sehen aus wie Steine und brauchen (fast) ebenso wenig Pflege. Trotzdem sind es Lebewesen.


Kinderzimmer-Gewürzpflanze

MENTHA (MÜNZE)

Aus dem Kinderzimmer direkt in den Tee.

Pflegetipps: Kräuter- und Gewürzpflanzen gedeihen schlecht in Wohnräumen. Einzige Ausnahme ist Mentha. Ein Platz direkt am Fenster und keine allzu nassen Füsse: So klappt’s mit dem Teekraut im Kinderzimmer.

Interessant: Kinder können Menthablätter ernten und auf ihren Salat geben. Ob man’s gerne hat oder nicht: Hauptsache speziell – und erst noch gesund.


Struwwelpeter weg vom Fenster

CHLOROPHYTUM

Diese pflegeleichte, jedoch üppige Pflanze ist eine clevere Wahl für eher etwas düstere Standorte.

Pflegetipps: Chlorophytum mag gewöhnliche Blumenerde und wird bescheiden, jedoch wöchentlich mit Wasser versorgt.

Interessant: Ihre weissen Wurzeln, die etwas an Karotten erinnern, helfen der Pflanze Wasser zu speichern. So überdauert die Pflanzen auch einige pflegelose Ferienwochen.


Luftiges Wunder

TILLANDSIA

Wenn Erde und Umtopfen zu mühsam sind, dann sind diese skurrilen Pflanzen optimal.

Pflegetipps: Man könnte meinen, Tillandisa benötigt kein Wasser. Das Gegenteil ist der Fall. Alle zwei Wochen sollten Tillandsia ca. 20 Minuten in ein Wasserbad gelegt werden. Danach werden sie abgeschüttelt und «kopfüber» auf einem Tuch getrocknet. Erst dann werden sie wieder aufgehängt.

Interessant: Tillandsia leben von Luft und Liebe; sie brauchen keine Erde. Ihre Nährstoffe ziehen sie aus der Luft und aus dem Wasser.


GEHEIMNAMEN

Kinder sind Genies, wenn es um botanische Namen geht. Genauso wie sie die wissenschaftlichen Namen von Dinosauriern spielend leicht lernen, mögen sie die lateinischen Pflanzennamen. Es ist doch wirklich viel interessanter, wenn man in der Schule von seinen Chlorophytum und Haworthia berichten kann, und nicht einmal die Lehrpersonen wissen, von wem oder was man erzählt.