Antwort

Es gibt so genannte «Wühltiervertreiber», die aussehen wir ein übergrosser Nagel. Diesen steckt man in den Boden, wo er Vibrationen abgibt und so Mäuse und auch Maulwürfe vertreibt, ohne den Tierchen Schaden zuzufügen.

Wühltiervertreiber

Mit einem Wühltiervertreiber kann man in einem durchschnittlichen Gartenboden eine horizontale Fläche von ca. 500m2 gut schützen.

Die Geräte werden entweder mit Strom, Solar oder Batterie betrieben. Geräte, die mit Strom und Solar betriebenen werden, weisen jedoch eine deutlich bessere Leistung und Wirkung auf als Geräte mit Batteriebetrieb. Die deutlich günstigeren Geräte, welche die Tiere mit einem Ton vertreiben, wirken nur beschränkt.

Nicht für jeden Boden geeignet

Die Wirksamkeit von Wühltiervertreibern wird von mehreren Faktoren beeinflusst. Unter anderem von der Bodenstruktur. In sehr schweren, lehmhaltigen Böden ist die Wirkung nicht so gut. Dasselbe gilt für sehr leichte, sandige Böden.
Ausserdem muss man beachten, dass jeder Wurzelstock und jedes Fundament einen unterirdischen «Schall-Schatten» wirft. Das bedeutet, dass die Vibrationen, und somit die Wirkung von Bäumen, grossen Sträuchern oder Mauern abgefangen werden. Und auch in unebenem Gelände funktionieren die Geräte nicht immer zufriedenstellend.

Geduld bringt den Erfolg

Die gewünschte Wirkung tritt meist erst nach 3-4 Wochen ein. Davor versuchen die Mäuse zuerst die Störquelle abzuschotten, was in einer ersten Phase nach der Installation sogar zu einer Zunahme der Aktivitäten der Mäuse führt. Aus diesem Grund hört man vielfach, dass die Geräte nichts nutzen. Es braucht jedoch einfach etwas Geduld, bis die Mäuse die Fläche um das Gerät meiden.

Weitere Alternativen & Prävention

Grundsätzlich gilt: Alles was stinkt, mögen Wühlmäuse nicht. Daher mindestens 1x die Woche reichlich sauer gewordene Buttermilch in die Gänge der Nager giessen. Ganz nach dem Motto: Viel hilft viel. Diese Flüssigkeit stinkt intensiv und der Geruch vertreibt Mäuse und auch Maulwürfe.

Bei der Neuanschaffung eines Hochbeetes kann man den Boden mit Wühlmausgitter auskleiden. So können sich die Mäuse nicht hineingraben. Bei Rasenneuanlagen kann man ein feinmaschiges Kunsstoffnetz ca. 3-5cm unterhalb der Erdoberfläche vergraben. Durch das Netz können Wühlmäuse oder Maulwürfe keine Haufen aufwerfen und meiden dadurch die geschützten Flächen.