Liebe Leserin, lieber Leser

Beim Begutachten des Gastkommentars in dieser Ausgabe, der von Corona und der Grünen Branche handelt, schrieb Martin Trüssel, Geschäftsführer vom «Verlag dergartenbau» unter anderem: «Es ist immer alles eine Frage des Blickwinkels.»

Darauf antwortete ich ihm per E-Mail: «Ich weiss nicht wie es ihnen geht, aber die Zahlen und Statistiken über Corona, die man jeden Tag und überall zu lesen kriegt, kann ich irgendwie nicht mehr verdauen und es stellt sich bei mir eine Abwehrreaktion bzw. Ignoranz ein.» Seine Antwort teile ich gerne in meinem Editorial:

«Erlauben Sie mir eine Anmerkung hinsichtlich ihrer Bemerkung ‹Abwehrreaktion›. Hier liegt genau ein wunder Punkt, den Sie sicher aus Ihrer bisherigen umweltengagierten Arbeit kennen. Wenn die Bevölkerung etwas ‹nicht mehr hören mag›, dann klinkt sie sich sozusagen aus der Verantwortung aus. Das haben wir bis vor der Corona-Krise mit der Thematik Klimawandel 1: 1 erlebt. Daraus entsteht eine Gegenreaktion und Gegenbewegung , was es noch schwieriger macht, eine Situation, die nicht unmittelbar spürbar ist, trotzdem konsequent anzugehen bzw. das Verhalten der Gesellschaft und Wirtschaftsträger zu ändern. Der Wunsch, es möge einfach wieder gut sein, ist naheliegend und menschlich. Genau so geschehen in diesem Sommer – mit allen Folgen, die so ein gesellschaftliches Verhalten jetzt mit sich zieht und uns weiter beschäftigen und die Wirtschaft einschränken wird. Ich stimme aber mit Ihnen absolut überein, dass eine Medienflutung der Sache ab-solut nicht dienlich ist. Wir sind wohl gezwungen, eine Kompetenz zu entwickeln, die Flut zu filtern und den Kern daraus ernst zu nehmen. Ihr ‹Pflanzenfreund›-Konzept ist aus meiner Sicht genau dazu ein positiver Beitrag!»

Gesagt getan, in dieser Ausgabe schauen wir nicht nur zurück, was das Jahr mit uns gemacht hat, sondern schauen auch in die Zukunft. Und dies ist matchentschei-dend und wichtig. Denn vieles aus der Vergangenheit wird uns prägen und zu neuen Ideen und Veränderungen bewegen.

Also, packen wir es an.

Ihre Redaktion