Liebe Leserin, lieber Leser

Viele Menschen haben dank der verordneten #stayathome Zeit in der Natur verbracht – also auch im Garten und wenn immer möglich auf dem Balkon oder der Terrasse. Diese kleinen und grossen Oasen waren und sind Balsam für die Seele und bestimmt sind sie uns durch unsere eingeschränkte Bewegungsfreiheit noch mehr ans Herz gewachsen. Das ist das Positive, was wir aus der Katastrophe lernen können.

Den Fokus auf das Naheliegende legen und uns wieder regional und lokal ausrichten. Plötzlich ist unser Radius geschrumpft und wir erkennen in einer nahegelegenen Grünfläche, einem Wald, einem Teich oder einer Höhle einen anderen Wert. Darum freut es mich umso mehr, dass wir Sie mit dieser Ausgabe in solche ökologisch wertvolle Nischen entführen dürfen. Und weil der Klima-wandel und die letzten heissen Sommer aufzeigen, wohin die Zukunft geht, wird Wasser immer wertvoller für uns Menschen und erst recht für die Natur. Wir zeigen Ihnen auf, wie wichtig es ist, Wasserquellen zu schaffen, z. B. für bestimmte Tiere wie die Amphibien, aber auch wunderbare Wasserpflanzen können unseren Grünraum bereichern. Und das tolle daran, einen Teich anlegen ist auch auf einem Balkon oder einer Terrasse möglich. Lesen Sie ab Seite 6, was es alles zu beachten gilt.

Wer sich mit Gräsern beschäftigt, weiss um die Vielfalt dieser unerschöpflichen Art. Ob in Kombination mit Stauden oder schlicht als Zierde auf dem Balkon; Gräser bieten für alle etwas, nicht nur für unser Auge, sondern sie sind zugleich auch Schutz, Nahrung und Nistmaterial für Vögel und Insekten (ab Seite 18).

Wer hätte gedacht, dass Insekten, die wir auch im Garten antreffen, Höhlen als Rückzugsort während des Winters nutzen und einige von ihnen im Sommer die kühlen und mineralreichen Gesteine aufsuchen, um sich zu vermehren (Seite 35)?

Viel Spass beim Entdecken eines vielleicht neuen Lebensraumes.

Ihre Redaktion